Paletten-Lounge selbstgemacht – für Faule

Aus gegebenem Anlass (Sonne pur!) zeige ich euch heute meine frische, mit wenig Aufwand selbstgebaute Paletten-Lounge.


DIY-Vorgaben an mich selbst:


Es soll

- schnell und unkompliziert gehen (ich liebe schnelle Ergebnisse!)

- mit vielen Upcycling-Materialien machbar sein (ist günstig und nachhaltig!)

- und natürlich saugemütlich sein (als Draußen-Fanatiker mein Top1!)


Gut gedacht ist halb gemacht. Also erstmal war Grübeln angesagt, bei gleichzeitigem Starren auf die Terrasse. Gar nicht so einfach, das uninspirierte Chaos auszublenden, das vorher hier herrschte (leider nicht fotografisch dokumentiert). Als ich die Paletten zusammen hatte, war Herumrücken angesagt, bis ich dachte: Jepp, so finde ich das gut. Und dafür habe ich mich entschieden:


4 Schritte zur Paletten-Lounge

Mein Basis-Material


3 (normale) Paletten à 110 x 130

6 Euro-Paletten à 120x80

3 Paletten à 80 x 40

plus 1 Palette 130x110 fürs Tischchen


Die Grundkonstruktion


Zuerst habe ich die Paletten ordentlich gestapelt und an die Wände gerückt. Die Palettenseite links sollte breit genug sein, dass man auch mal zu Zweit drauf liegen kann! Keine Verschraubungen! Aufgrund des hohen Eigengewichts verrutscht da nichts, auch wenn man sich noch so sehr darauf rumwälzt.

Für die kleinen Paletten ganz rechts gab es dann eine Stauraum-Life-Hack-Sonderbehandlung: Indem ich die inneren Bretter absägte, ist nun Platz für allerlei Garten-Kleinkram.


Die Auflagenfrage


Ich habe mich gegen die Standard-Auflagen entschieden. Warum? 1. gibt es keine passenden für die breite Seite, 2. hatte ich Bedenken, dass mir die Rückenpolster immer vornüber kippen, so ganz ohne Befestigungsmöglichkeit und 3. lassen sich Schaumstoffauflagen besser stapeln und im Winter im Keller verstauen.


Also hatte ich mir Schaumstoffauflagen bestellt, und endlich -pünktlich zur Eröffnung der Outdoor-Saison- kamen sie an: 2 in den Standardmaßen für die Euro-Paletten 120 x 80, dafür auch zwei Rückenteile à 120 x 40. Eine maßgeschneiderte Auflage für die große Palette 110 x 130, dafür 2 keilförmige Rückenteile (eins davon habe ich zerschnitten und den übrigen Teil ganz rechts auf die kleine Palette gepackt). Eine alte Schaumstoffauflage hatte ich noch (für die kleine Palette ganz rechts). Die Auflagen habe ich nicht bezogen! Vorteil: man spart seeehr viel Arbeit und Stoff, die Auflagen verrutschen nicht auf den Paletten, und die späteren Überwürfe lassen sich schnell mal waschen. Sind diese erstmal drauf, sieht man sowieso nicht, was darunter ist.

Palettensitz mit Stauraum

Als Überwürfe verwende ich 3 Indira-Bettüberwürfe von Ikea (alle via Kleinanzeigen günstig erworben). Die grauen Kissen habe ich mir aus einem alten Bettbezug genäht, gefüllt mit Schaumstoffschnipseln.

Das Drumherum


Aus einer übriggebliebenen, teilversehrten Palette baute ich mir ein Tischchen: Zwei gleich große Teile zurecht gesägt, mit kurzen Brettern verschraubt und Rollen drunter. Fertig.


Das Teuerste war der Outdoor-Teppich. Lange hatte ich gesucht, denn die Fliesen passten nicht gerade in mein Anforderungsprofil für schöne Outdoor-Sitzecken. Ich fand aber die sehr günstigen optisch doch zu plastikmäßig. Mit diesem hier bin ich glücklich.


Der Sonnenschirm dagegen stammt aus dem Discounter. Reicht aber vollkommen. Und durch die rechteckige Form deckt er gut die Sitzecke ab.


Und sonst: Pflanzen, Pflanzen, Pflanzen! Denn wenn man auf der Lounge chillt, möchte man ja auch einen schönen Ausblick haben. Ich mische Zierpflanzen mit Gräsern, Gemüsepflanzen, Bäumen und Miniteich und habe meine Zöglinge gerne im Blick. Herrlich!



Nicht zu vergessen: Für die Nacht braucht es natürlich auch eine dezente, atmosphärische Beleuchtung. Die durchbrochene Solarleuchte, die jetzt alle haben, habe ich auch. Ein paar dezentrale Solarleuchten in den Blumentöpfen ebenso. Aber: bei dem Thema bin ich noch dran. Darüber muss ich nochmal grübeln. Und bei Nacht auf die Terrasse starren.

Und andere Kleinigkeiten stehen auch noch an. Bin ich aber gerade zu faul für.


So, jetzt muss ich aber.

Die Sonne ruft.


PS: Wo bleibt eigentlich der Aperol?