Ecksitzbank aus Nordli-Kommoden

Stauraumwunder und total gemütlich (Ikea-Hack)


Als ich umgezogen war und eine ganz leere neue Küche zu bestücken hatte, konnte ich mich ganz nach meinen Vorstellungen austoben. YEAH! Und da ich schon lange eine Sitzbank haben wollte, war das nun meine Chance. Aber all meine Recherchen nach dem passenden Sitzmöbel haben entweder meine Geschmacksnerven oder meinen Geldbeutel torpediert, so dass ich mich erstmal bei Pinterest umgesehen habe. Und so stieß ich auf eine Fülle selbstgebauter Sitzbänke. Doch die Unterkonstruktion schien mir meist zu kompliziert. Und da es bei mir immer schnell gehen muss, sollte eine andere Lösung her – und zwar eine, die mir noch ganz viel zusätzlichen Stauraum beschert. Aus verschiedenen Ideen habe ich dann mein Projekt zusammengestellt: Quasi ein Ikea-Hack mit Zusatzarbeiten.



Mein Material:


Für die Sitzflächen:

  • 2 weiße Nordli-Kommoden mit 2 Schubladenebenen, Höhe 52 cm, Tiefe 43 cm

  • 1 Kommode 1,60 m lang

  • 1 Kommode 0,80 m lang

Für das Eckstück:

  • eine einfache selbst gebaute Kiste 50x43 cm (52 cm hoch)

  • passende Platte als Deckel


Für die Rückenpolster:

  • 2 Schaumstoffplatten 4 cm dick, 80 cm hoch (aus dem Internet)

  • 2,10 m für die lange Seite

  • 1,30 m für die kurze Seite

  • viiiel Stoff zum Beziehen (mittelgraue, rauhe Mikrofaser)


Aufbau:


Für die Sitzbänke gab es nicht allzu viel zu tun. Die große habe ich über Kleinanzeigen gekauft – der Transport war nicht so leicht, denn die Kommode ist zusammengebaut wirklich schwer. Die zweite habe ich neu gekauft - das Zusammenbauen war natürlich auch ein Event, aber machbar.

Nun habe ich erstmal die Eckkiste gebaut. Die Platten aus weiß beschichtetem Pressspan habe ich mir im Baumarkt zuschneiden lassen. Die Teile sind einfach per Eckwinkel zusammengeschraubt. Der Deckel wird lose aufgelegt und nur mit zwei Holzschienen gehalten.


Die meiste Arbeit hatte ich mit den Rückenpolstern bzw. dem Beziehen. Eigentlich nichts Kompliziertes, aber die Dimensionen sind ziemlich unhandlich. Die riesigen Stoffbahnen musste ich auf dem Boden auslegen, vermessen und schneiden. Und da ich zu faul war, um einen Reißverschluss einzunähen, habe ich den Bezug einfach komplett geschlossen. D.h. eine Seite offen gelassen und dann per Hand zugenäht (natürlich die Seite, die in die Ecke zeigt und nicht sichtbar ist). Die Polster habe ich per doppeltem Klebebad an der Wand fixiert.


Zum Schluss habe ich noch ein paar Felle als Sitzpolster aufgelegt (zwei extralange Exemplare) und auch mit doppeltem Klebeband fixiert.


Ein paar Kissen auf die Bänke, und fertig war meine Sitzbank. Sie passt, wie ich finde, ganz prima zu meinem (übrigens auch selbst aufgehübschten) Tisch, sowohl optisch als auch von den Maßen her (Tisch ist 1,60 x 0,80 m).

Da die Sitzhöhe von 52 cm etwas höher ist als normale Sitzmöbel, habe ich meinen Tisch etwas erhöht mit entsprechenden Möbelfüßen (2,5 cm hoch).


Die Bank ist äußerst beliebt! Jeder setzt sich erstmal auf die Bank, gerne wird sich auch in die Ecke gefletzt mit Beine hochlegen. Auch schwere Leute hält die Bank problemlos aus. In den Schubladen lagere ich lauter Sachen, die man selten braucht. Und davon habe ich genug ;)